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Start der Dachkampagne

Die Bundesregierung hat die Dachkampagne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gestartet. Inklusion ist dabei der zentrale Gedanke.

3 Personen versuchen einen sehr hoch liegenden EC-Automaten zu erreichen Dachkampagne Dachkampagne (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)

Die Bundesregierung hat die Kampagne "Behindern ist heilbar" zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gestartet. „Inklusion als zentraler Gedanke der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft angeht“, sagte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen. „Mit dieser Kampagne wollen wir Inklusion - das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung - ins Bewusstsein aller Menschen in Deutschland bringen. Zugleich kommen wir damit einer unserer internationalen Verpflichtungen im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention nach, die in Deutschland verbindlich ist. Es freut mich besonders, dass wir bei der Erarbeitung der Kampagne auch auf den wertvollen Rat der Verbände von Menschen mit Behinderungen zählen konnten. Ich wünsche mir, dass wir damit noch mehr Mitstreiter gewinnen, die sich in ihren jeweiligen Lebensbereichen für Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Konvention stark machen, behindernde Strukturen abschaffen und Inklusion einfach leben.“

  • Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet alle Vertragsstaaten zur „dauerhaften Durchführung wirksamer Kampagnen zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit“, um so zu mehr Aufgeschlossenheit gegenüber den Rechten von Menschen mit Behinderung beizutragen (Art. 8).
  • Der Claim der Dachkampagne - „Behindern ist heilbar“ - spiegelt den Leitgedanken einer inklusiven Gesellschaft wider. Behindernde Strukturen und behinderndes Verhalten sind heilbar - durch Inklusion.
  • Die Dachkampagne ist langfristig angelegt und greift jedes Jahr zwei Schwerpunktthemen auf (2011: „Barrierefreiheit“ und „Arbeit“). Die Motive werden ab Oktober in Nachrichtenmagazinen und Publikumszeitschriften geschaltet und auf Großflächenplakaten, Megapostern und City-Light-Postern gezeigt. Außerdem gibt es Unterstützermotive, in die Behindertenverbände ihr eigenes Logo und eigene Inhalte ergänzen können. Das gemeinsam mit dem Ausschuss zur Entwicklung und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans entwickelte Motto „Einfach machen. Gemeinsam die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen“ ist dabei immer sichtbar.
  • Für die Entwicklung und Umsetzung der Kampagne setzt der Bund in 2011 rund 1,8 Millionen Euro ein. Die Fortsetzung in den kommenden Jahren soll in vergleichbarem Umfang erfolgen.

Die Kampagne ist ein Schwerpunkt des Nationalen Aktionsplans, den die Bundesregierung im Juni dieses Jahres zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgelegt hat. Er umfasst rund 200 Einzelmaßnahmen und soll in den kommenden zehn Jahren systematisch weiterentwickelt werden. Auch in Ländern und Kommunen gibt es bereits eine Vielzahl von Aktionsplänen bzw. sind Aktionspläne in Vorbereitung.

Zweiter Umsetzungsschwerpunkt im Herbst ist der Start der „Initiative Inklusion“ (Gesamtvolumen: 100 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds), die zur Verbesserung der Perspektiven von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beitragen soll.

Ministerin von der Leyen hat am 4. Oktober die Schwerbehindertenvertretungen der DAX-30-Unternehmen getroffen, um sich über den Stand der Inklusion in den jeweiligen Unternehmen, die Initiative Inklusion und die Kampagne zur UN-Konvention auszutauschen.