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rehapro - Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation

Im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes wurde in § 11 SGB IX (neu) die Förderung von Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation beschlossen.

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Die Modellvorhaben sollen frühestens ab 2018 beginnen und sind auf maximal fünf Jahre befristet. Dafür steht den Trägern der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Jobcenter) und den Rentenversicherungsträgern bis 2022 ein Gesamtvolumen von jeweils 500 Mio. Euro zur Verfügung. Im Rahmen der Modellförderung sind die örtlichen Jobcenter und die Rentenversicherungsträger die federführenden Bedarfsträger der Modellvorhaben und somit Antragsteller und Ansprechpartner für mögliche Kooperationen.
Mit den Modellvorhaben sollen insbesondere neue Ansätze zur Unterstützung von Menschen mit komplexen gesundheitlichen, psychischen und seelischen Unterstützungsbedarfen oder beginnenden Rehabilitationsbedarfen erprobt werden sowie die Zusammenarbeit der Akteure im Bereich der medizinischen und beruflichen Rehabilitation weiter verbessert werden. Seit vielen Jahren werden gerade in den genannten Bereichen die Herausforderungen und Probleme diskutiert, ohne dass bisher flächendeckende Lösungen implementiert worden wären. Vor diesem Hintergrund sollen innovative Ideen und Vorschläge zur Stärkung der Rehabilitation erarbeitet und im Rahmen der Modellvorhaben erprobt werden.


Entwicklung von Projektideen


Um innovative Ideen und Ansätze entwickeln und umsetzen zu können, bedarf es eines möglichst offenen konzeptionellen Förderrahmens für mögliche Modellvorhaben. Gleichzeitig bedeutet dies, dass sich die Akteure im Bereich des SGB VI und des SGB II bei der Entwicklung und Umsetzung von innovativen Projektideen entsprechend engagieren müssen. Zur Unterstützung dieses Prozesses führt das BMAS im September und Oktober 2017 vier regionale Werkstattgespräche durch, um eine Plattform zum fachlichen Austausch und zur Ideenentwicklung für mögliche Modellvorhaben zu schaffen. Die Ergebnisse der Werkstattgespräche sollen gleichzeitig auch in die inhaltliche Ausgestaltung des Förderrahmes für die Modellvorhaben nach § 11 SGB IX (neu) einfließen.
An diesen Werkstattgesprächen sollen die wesentlichen Akteure der Modellvorhaben, die dann auch im Beirat vertreten sein sollen (u. a. Betroffenenverbände, Deutsche Rentenversicherung Bund, Bundesagentur für Arbeit, kommunalen Spitzenverbände, Sozialpartner, Länder, Wissenschaft sowie weitere Einrichtungen, Verbände und Institutionen) teilnehmen.
In einer Abschlussveranstaltung im November 2017 sollen die Eckpunkte des Förderrahmens vorgestellt werden. Der Förderrahmen soll dann zeitnah zum Inkrafttreten des § 11 SGB IX (neu) zum 01.01.2018 im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Nach der Veröffentlichung des Förderrahmens können Jobcenter und Rentenversicherungsträger Modellvorhaben zur fachlichen und inhaltlichen Prüfung einreichen.